Christoph-Sonntag-Ernährungswoche

20.07.2018

In der 3. TOPe-Woche im Juli 2108 hatten AES-Schüler der Klassen 7B, 7C und 8B die Chance, bei der Ernährungswoche der Christoph Sonntag-Stiphtung (ja, mit „ph“) unseren Lebensmitteln auf den Grund zu gehen.

Christoph Sonntag ist seit fast 30 Jahren als Kabarettist, insbesondere im Sendegebiet von SWR3 unterwegs. Zwar lässt Humor an sich die Welt schon ein Stückchen besser werden, aber das war ihm irgendwann nicht mehr genug. Deshalb hat er 2007 die „STIPHTUNG CHRISTOPH SONNTAG“ gegründet. Mit dieser gemeinnützigen GmbH kümmert er sich zusammen mit seinen Mitarbeitern um Natur und Mitmenschen. Vor allem Kindern und Jugendlichen bereiteten sie mit wunderbaren Projekten viel Freude.

2010 konnte die Stiphtung zum ersten Mal die Ernährungswochen an baden-württembergischen Haupt- und Werkrealschulen mit großem Erfolg durchführen. Mit der MRS fand in diesem Jahr die zehnte Projektwoche dieser Art statt.

Der Kabarettist Christoph Sonntag, der Koch der Neckarsulmer Museumsstuben, Uwe Feuchtenberger, und die teilnehmenden Schüler



TAG 1: Vorbereitung / Einführung

Die Fachlehrerinnen Frau Dikta-Mair, Frau Pfahl und Frau Kern bereiteten die Schüler inhaltlich auf die bevorstehenden Projekttage vor. Dabei wurden zum Beispiel die unterschiedlichen Orte (Bauernhof, Restaurant,...) mit ihren Besonderheiten und Merkmalen sowie die jeweils angepasste Kleidung besprochen.

TAG 2: Vom Feld und Stall in die Küche

Alles „Bio“! Was steckt eigentlich hinter dem Begriff auf der Verpackung im Supermarkt? An diesem Tag wurde gemeinsam mit den Schülern bei heimischen Biobauern nach Antworten gesucht. Wir besuchten den „Heinrich-Hof“, einen Schulbauernhof in Obrigheim. Nachdem wir im Heuballen-Kreis sitzend viele Informationen zur Bedeutung von Bio-Lebensmitteln und zum Heinrichhof speziell bekommen hatten, durften wir die Tiere in ihren Ställen besuchen, füttern und streicheln.

Danach widmeten wir uns der Produktion von vegetarischen Lebensmitteln. Wir lernten verschiedene Gemüsepflanzen kennen und durften auch selbst ernten. Danach bereiteten wir daraus und aus selbstgemachter Butter einen gesunden Imbiss zu. Die regionale Produktvielfalt spielte an diesem Projekttag eine besondere Rolle.

Auf dem Bio-Bauernhof

TAG 3: Kinder am Kochtopf

Jetzt ging es an die Praxis. Unter fachkundiger Anleitung vom Uwe Feuchtenbeiner, dem Chefkoch der Museumsstuben in Neckarsulm, bereiteten wir in unserer Schulküche eine frische Mahlzeit zu. Es gab Kalbsmaultaschen und Kartoffelsalat, außerdem einen leckeren Nachtisch mit gefüllten Flädle.

Julius, ein Schüler der Gruppe, brachte sogar frische Feigen zum Garnieren des Nachtischs mit. Anschließend durften wir unser Menü am schön gedeckten Tisch genießen.

In der Küche

TAG 4: Etikette & Tischkultur

Wie wird ein Tisch festlich eingedeckt? Wie wird an einer Tafel serviert? Wie lauten Benimmregeln am Tisch? Und wie formuliert man eigentlich eine Tischrede? Nachdem uns Herr Feuchtenberger durch die Museumsstube, und insbesondere durch die Restaurantküche, geführt hatte, bekamen wir einen kleinen Kurs in Tischsitten und Tischdecken. Im festlichen Rahmen des feinen Restaurants durfen wir das Mittagessen genießen, das in der Restaurantküche extra für uns zubereitet wurde. Es verstehet sich, dass man in diesem Rahmen selbst einen Burger mit Messer und Gabel essen muss! Der Höhepunkt der Woche war natürlich, dass uns Christoph Sonntag persönlich gezeigt hat, wie man eine unterhaltsame Tischrede formuliert und vorträgt.

Zu Tisch mit Christoph Sonntag

TAG 5: Erlebtes Reflektieren

Wir haben unsere Erfahrungen und Eindrücke gesammelt, aufgeschrieben und gemeinsam das Erlebte besprochen und reflektiert.



Weitere Infos:



Hintergrund

Fastfood regiert den Alltag: Essen wird in unserem Tagesablauf immer mehr zur Nebensache. Schnell muss es gehen und günstig dazu! Tiefkühl- und Fertigprodukte statt eigenhändig zubereitete Mahlzeiten bestimmen zunehmend die Esskultur in Deutschland. Tatsache ist inzwischen auch, dass 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zu dick sind. Fatal, denn gerade in diesem Alter wird bereits der Grundstein für die Ernährung und Gesundheit im Erwachsenenalter gelegt. Wird nicht rechtzeitig eingegriffen, muss mit medizinischen Folgeerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Arthrose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etc. gerechnet werden. Gerade junge Menschen sollten deshalb so früh wie möglich ein Bewusstsein für Gesunde Ernährung entwickeln.

Schirmherr des Projekts ist der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Ziel der „Projektwoche Gesunde Ermährung Tisch&Kultur“ ist es, Kinder und Jugendliche schon früh zu motivieren, Mahlzeiten selbst zuzubereiten und sie auf Bio-Produkte aufmerksam zu machen. Sie sollen für die Lebensmittelherstellung, Verwertung und damit einhergehende ausgewogene Ernährung praxisnah begeistert und sensibilisiert werden. Zudem sollen dabei gute Umgangsformen und Rücksichtnahme vermittelt werden. Dazu sollen sie selbst auf einem Bauernhof mit anpacken und erleben, wie zum Beispiel Käse produziert wird oder wie der Weg vom Korn zum Brot verläuft. Nach dem „Produzieren“ folgt dann die Verwendung und Verarbeitung der frischen Lebensmittel. Die Schüler bereiten unter fachkundiger Anleitung eine ausgewogene Mahlzeit zu. Den Abschluss der Woche bildet ein kleiner „Knigge-Kurs“ für gute, moderne Umgangsformen am Beispiel eines Restaurantbesuchs.

Die Ernährungswochen können nur Dank der großzügigen Unterstützung der Sparda-Bank Baden-Württemberg eG und mit Hilfe der Herzenssache e.V. und Slow Food Deutschland e.V. realisiert werden.



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